Von Pralinen bis Baumkuchen – 11 Konditorinnen bestehen praktische Meisterprüfung

Dreieinhalb Monate voller Engagement, Kreativität und Durchhaltevermögen liegen hinter den elf Teilnehmerinnen des diesjährigen Vorbereitungslehrgangs zur Konditorenmeisterprüfung im Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis (bbz). Im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn feierten sie gemeinsam ihre bestandene Prüfung vor dem Ausschuss der Handwerkskammer Südwestfalen. Den begehrten Meistertitel dürfen sie tragen, sofern auch die restlichen Teile der Meisterprüfung bereits erfolgreich absolviert wurden.

Die vergangenen Monate waren geprägt von intensiver Arbeit in der Konditorei des bbz. Denn in der Meisterprüfung mussten die Absolventinnen ein breites Spektrum ihres handwerklichen Könnens unter Beweis stellen: Hergestellt wurden unter anderem Marzipanfiguren im Tierdesign, kunstvoll gestaltete Petits Fours und Pralinen sowie verschiedene Gebäckspezialitäten. Ein aufwendig hergestellter Baumkuchen gehörte dazu, ebenso ein kreatives Schaustück mit individueller Gestaltung und herzhafte Snacks. Neben handwerklichem Geschick waren gute Organisation, Zeitmanagement und ein Händchen fürs Detail gefragt.

Bernd Bücker, Obermeister der Konditoren-Innung Südwestfalen, gratulierte den Konditorinnen und würdigte in seiner Rede deren Engagement und Leistungsbereitschaft. Er wies auf die vielen Möglichkeiten hin, die ihnen mit dem Meistertitel offenstehen. „Der Meisterbrief ist nicht nur ein Nachweis fachlicher Qualifikation, sondern steht auch für Qualität und Professionalität“, so Bernd Bücker. „Mit diesem Abschluss eröffnen sich Ihnen vielfältige berufliche Perspektiven.“

Auch bbz-Leiter Dennis Pusch und bbz-Ausbilder Roland Alberts gratulierten den Teilnehmerinnen. Anschließend überreichten die Mitglieder des Prüfungsausschusses die Zeugnisse.

Die Prüfung bestanden haben: Ece Aktas, Anik Bedelian, Eva Corsmeyer, Alexandra Donis, Nina Grönefeld, Melissa Juchens, Christina König, Ann-Kathrin Mielke, Jacqueline Scrudato, Cinja Swat, Rhena Wolf.

Auftakt für eine enge Zusammenarbeit: Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Gespräch

(v.l.) Markus Märtens, Sebastian Wagemeyer und Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock

(v.l.) Markus Märtens, Sebastian Wagemeyer und Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock

Perspektiven teilen und die Zukunft der Region gemeinsam gestalten: Die Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis hat mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der 15 Städte und Gemeinden des Märkischen Kreises in den vergangenen Wochen erste Gespräche geführt. Anlass war sowohl der Wechsel der Hauptgeschäftsführung der Kreishandwerkerschaft MK als auch die jüngsten Veränderungen in den Rathäusern nach den Bürgermeisterwahlen im vergangenen Herbst.

Die Gespräche boten Gelegenheit zu einem intensiven Austausch über aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven für die Region. Dabei ging es unter anderem um die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort, die Bedeutung des Handwerks als Ausbildungs- und Beschäftigungsmotor sowie um konkrete Ansatzpunkte für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Betrieben.

Ein zentrales Thema der Gespräche waren die neuen Vergaberegelungen. Diese eröffnen Städten und Gemeinden zusätzliche Flexibilität bei der Vergabe öffentlicher Aufträge – ein Aspekt, der insbesondere für das regionale Handwerk von großer Bedeutung ist.

„Handwerk und Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen – von der Fachkräftesicherung über die Ausbildung bis hin zur Attraktivität des Wirtschaftsstandorts“, so Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK. „Die Neuregelung ist aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, da sie Verfahren vereinfacht und den Kommunen mehr Flexibilität gibt. Werden die neuen Möglichkeiten transparent, wirtschaftlich und im Sinne eines fairen Wettbewerbs angewendet, können öffentliche Aufträge effizienter vergeben und regionale Betriebe stärker einbezogen werden. Das kommt unmittelbar dem heimischen Handwerk zugute“, so Markus Märtens.