Bäckerhandwerk hautnah: Brotprüfung der Bäcker-Innung Märkischer Kreis in Grundschule Auf der Emst

Was macht eigentlich ein gutes Brot aus? Dieser Frage widmete sich die jährliche Brotprüfung der Bäcker-Innung Märkischer Kreis. Die Innungsbetriebe nutzten die Gelegenheit, ihre Backwaren von einem unabhängigen Prüfer des Deutschen Brotinstituts e.V. in der Grundschule Auf der Emst bewerten zu lassen und eine fundierte fachliche Rückmeldung zu erhalten.

Ob Königsbrot, Paderborner oder Dinkelvollkornbrot – Michael Isensee, Prüfer des Deutschen Brotinstituts, nahm 71 Brote unter die Lupe. Bewertet wurde nach einem präzisen 100-Punkte-Schema. Neben Geschmack und Geruch standen auch die Krume, Kruste, Elastizität und Oberflächenbeschaffenheit auf dem Prüfstand. Die Brotprüfung dient den Betrieben als wichtiger Gradmesser für ihre handwerkliche Arbeit und liefert zugleich konkrete Hinweise zur weiteren Qualitätsverbesserung.

Christian Hömberg von der Hofbäckerei Hömberg verdeutlichte die Bedeutung der Brotprüfung: „Für uns ist sie ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Wir erfahren, was wir richtig und gut machen – und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 79% der 71 geprüften Brote erzielten die Bestnote „sehr gut“, 18,3% wurden mit „gut“ bewertet. Wo es noch Verbesserungspotenzial gab, lieferte Michael Isensee wertvolle Tipps zur Qualitätssteigerung. Sein Fazit fiel positiv aus: Der Experte zeigte sich mehr als zufrieden mit der Qualität des heimischen Bäckerhandwerks.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Produkte unserer Innungsfachbetriebe den hohen Qualitätsansprüchen an handwerklich gefertigte Backwaren entsprechen“, so Jens Rodermund, Geschäftsführer der Bäcker-Innung Märkischer Kreis.

Neben der fachlichen Prüfung bot der Veranstaltungsort einen zusätzlichen Mehrwert: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule erhielten Einblicke in das Bäckerhandwerk und durften unterschiedliche Brotsorten probieren und vergleichen. In den Klassen erklärte Christian Hömberg anschaulich die Aufgaben und den Arbeitsalltag eines Bäckers.

Schulleiterin Barbara Kurz begrüßte die Veranstaltung: „Es ist schön, zu sehen, wie durch solche Projekte Leben in die Schule kommt. Die Kinder erhalten einen anschaulichen Einblick in den Beruf des Bäckers und erleben, wie vielseitig dieses Handwerk ist. Außerdem lernen sie, dass es nicht nur ein oder zwei Brotsorten gibt, sondern eine große Vielfalt.“

Folgende Betriebe konnten sich für ihre eingereichten Produkte über ein „sehr gut“ bzw. ein „gut“ freuen:

Bäckerei Ashauer (Iserlohn) – Sehr gut: Feinbrot, Schwarzbrot, Bauernstuten, Dinkellandbrot, Oberländer, Roggenmischbrot; gut: Dinkelvollkornbrot

Bäckerei Cramer (Schalksmühle) – Sehr gut: Weizensemmel, Graubrot, Mangbrot, Roggenmischbrot, Kosakenbrot, Bauernbrot; gut: Toastbrot, Roggensemmel, Dinkelvollkornbrot, Schwarzbrot

Bäckerei Voss-Mühle (Meinerzhagen) – Sehr gut: Dinkel-Extrem, Kartoffelbrot, Roggenmischbrot, Landbrot, Schwarzbrot, Kassler, Fitness-Brot

Bäckerei Thomas Zihn – Sehr gut: Graubrot, Dahler Dorfbrot, Schwarzbrot, Walnussbrot; gut: Bayernlaib

Bäckerei Niehaves (Wickede) – Sehr gut: Ur-Kruste, Königsbrot, Finnenbrot, Paderborner; gut: Bauernstuten

Bäckerei Thomas Engelhardt (Lüdenscheid) – Sehr gut: Kornlaib, Hausbrot, Dinkelvollkornbrot, Doppelback, Roggenvollkornbrot, Schwarzbrot

Goldbäckerei Grote (Balve) – Sehr gut: Höhlenbrot, Berliner Brot, Kassler, Roggbert, Sorpekruste, Ruchgold, Dinkelvollkornbrot, Mini Roggenbrot, Sovitalbrot, Paderborner-Landbrot Doppelback, Schwarzbrot, Vollkornbrot

Hofbäckerei Hömberg (Menden) – Sehr gut: Rosinchen, Mendener Krustenbrot, Dinkelsaatenbrot, 100% Roggen, Schwarzbrot, Dinkelstuten, Dinkelvollkornbrot; gut: Dinkelstuten, Dinkelvollkornbrot

Landmarkt Hof Drepper (Iserlohn) – Sehr gut:  Wurzelbrot, Helles Dinkel, Roggen-Dinkler, 100er Roggen

Das Butterbrot – Solbach’s echtes Handwerk: Gut: Krustenbrot, Keimkorndinkel mit Buchweizen, Mittelalterbrot, Dinkel Jung

Feinwerkmechaniker-Innung Märkischer Kreis setzt auf Kontinuität im Vorstand

(v.l.): Robert Meigies, Volkmar Nüsken, Kurt Harz, Willi Thomas Schäfer, Michael Dencker.

Die Feinwerkmechaniker-Innung Märkischer Kreis hat im Rahmen ihrer Innungsversammlung turnusgemäß den Vorstand neu gewählt. Obermeister Kurt Harz (Lauer Harz GmbH, Lüdenscheid) wurde von den anwesenden Mitgliedsbetrieben ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt, wie sein langjähriger Stellvertreter Michael Dencker (Dencker Werkzeug- und Laser-Technologie GmbH, Lüdenscheid).

Ebenfalls einstimmig gewählt wurde als neuer Lehrlingswart der bisher bereits als Vorstandsmitglied aktive Willi Thomas Schäfer (MIDENA GmbH, Lennestadt). Weiterhin dem Vorstand an gehören darüber hinaus Volkmar Nüsken (Humme GmbH, Lüdenscheid) und der neu gewählte Robert Meigies (Klaucke & Meigies Formenbau GmbH, Lüdenscheid).

Im Rahmen der Versammlung berichtete Obermeister Harz zudem über die aktuelle wirtschaftliche Lage im Werkzeugbau. Die Mitgliedsbetriebe sehen sich weiterhin mit einer angespannten Branchenkonjunktur und sinkenden Deckungsbeiträgen konfrontiert. Gleichzeitig wurden die Jahresrechnung 2025 sowie der Haushaltsplan für 2026 einstimmig verabschiedet.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Fachvortrag von Dipl.-Ing. Lars Preißner vom Fachverband Metall NRW zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Werkzeugbau.

Innung Rollladen und Sonnenschutz Westfalen setzt bei Vorstandswahlen auf bewährte Kräfte

Wolfgang Sölter bleibt weiterhin Obermeister der Innung.

Im Rahmen ihrer Frühjahrs-Innungsversammlung kamen die Mitgliedsbetriebe der Innung Rollladen und Sonnenschutz Westfalen im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in Innung und Branche auszutauschen sowie wichtige Entscheidungen für die kommende Amtsperiode zu treffen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen dabei die turnusmäßigen Vorstandswahlen.

Die anwesenden Mitglieder bestätigten Wolfgang Sölter (Rolladen und Sonnenschutz Wolfgang Sölter, Warendorf) einstimmig als Obermeister der Innung. Stellvertretender Obermeister bleibt weiterhin Jurian Burdich (Burdich Sonnenschutz GmbH, Herford), Dirk Appel (Fa. Appel GmbH, Nordkirchen) behält weiterhin das Amt des Lehrlingswarts. Dem Vorstand gehören darüber hinaus auch künftig Thomas Köhne (Lameko GmbH, Coesfeld), Michael Brumberg (Fa. Rolladenbau Suckel, Brilon), Timo Zeuge (Fa. Zeuge – Sonnenschutz, Lüdinghausen) und Peter Scheel-Scherbaum an. Neu in das Gremium gewählt wurden Christoph Kubitschek, der Marcel Zeuge ersetzt, sowie Sebastian Merz.

Darüber hinaus standen die Jahresrechnung 2025 sowie weitere Berichte aus Innung, Verband und Kreishandwerkerschaft auf der Tagesordnung. Die Versammlung bot zudem Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zu Gesprächen über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche.