Projekt ALINA – Aktueller Entwicklungsstand

Das Projekt ALINA (Adaptiver Lernassistent für intelligente Nachwuchsausbildung) entwickelt sich kontinuierlich weiter zu einer umfassenden digitalen Lern- und Unterstützungsplattform für die überbetriebliche Ausbildung. Ziel ist es, Auszubildende, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie die Verwaltung durch intelligente KI-Funktionen zu unterstützen und gleichzeitig den Ausbildungsalltag zu vereinfachen.

Während in der bisherigen Entwicklungsphase vor allem die strukturierte Aufbereitung der Ausbildungsinhalte im Mittelpunkt stand, wurde der Funktionsumfang inzwischen deutlich erweitert: ALINA entwickelt sich zunehmend von einer reinen Wissensdatenbank zu einem interaktiven Lern- und Assistenzsystem. Eine wesentliche Neuerung betrifft die Verarbeitung von Ausbildungsunterlagen: Mussten Informationen bisher aufwendig für ALINA aufbereitet werden, entfällt dieser Schritt mittlerweile nahezu vollständig.

ALINA kann nun nahezu alle gängigen Dateiformate direkt verarbeiten. Vorhandene Lehrgangsmaterialien, Präsentationen, PDF- und Office-Dateien sowie weitere Dokumententypen lassen sich ohne Umschweife hochladen und für ALINA nutzen. Dies reduziert den Arbeitsaufwand erheblich und beschleunigt die Bereitstellung neuer sowie die Aktualisierung bestehender Lerninhalte.
Auszubildende können sich mit den bereitgestellten Informationen Lernkarten und Testfragen sowie Podcasts generieren lassen und sich so auf die Gesellenprüfung vorbereiten.
Wichtige Fachbegriffe lassen sich im integrierten Sprachtraining üben sowie bei Bedarf in die Muttersprache übersetzen oder in einfacher Sprache erläutern. Dadurch werden sowohl das fachliche Verständnis als auch der Erwerb der deutschen Fachsprache unterstützt.

Durch die Kombination aus intelligentem Chat, automatischer Dokumentenverarbeitung, Glossar, Lernkarten und Testfragengenerierung entsteht ein flexibles System, das sowohl Auszubildende als auch Ausbildende im täglichen Ausbildungsprozess unterstützt.

Ziel der kontinuierlichen Weiterentwicklung ist es, Lernen individueller, effizienter und praxisnäher zu gestalten und gleichzeitig den organisatorischen Aufwand für Ausbildungseinrichtungen nachhaltig zu reduzieren.

Das Projekt „ALINA“ wird gefördert im Rahmen der Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „INex-ÜBA“ wird durchgeführt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Das richtige Rezept für eine erfolgreiche Zukunft: Nachwuchsfachkräfte der Bäcker-Innung Märkischer Kreis freigesprochen

Ein besonderer Tag für den Nachwuchs des Bäckerhandwerks: Im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn feierten die Absolventinnen und Absolventen der Bäcker-Innung Märkischer Kreis gemeinsam mit ihren Familien sowie Ausbilderinnen und Ausbildern den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.

Obermeister Karl-Jörg Voss begrüßte die Gäste und gratulierte den frischgebackenen Fachverkäuferinnen und Fachverkäufern zu ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss.
Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK, ermutigte die Nachwuchsfachkräfte in seiner Rede, ihre Ausbildung als solides Fundament für ihren weiteren Berufsweg zu nutzen und offen für neue Herausforderungen zu bleiben. Dabei ging er auch auf die Chancen ein, die Künstliche Intelligenz dem Bäckerhandwerk bietet. „Nutzen Sie die Möglichkeiten neuer Technologien – aber vergessen Sie nie: KI kann vieles, doch schmecken, riechen und handwerkliches Gespür kann sie nicht ersetzen“, so Markus Märtens.

Mit Leon Kirchner stellt die Bäcker-Innung Märkischer Kreis aktuell außerdem den rheinisch-westfälischen Brotkönig – ein Erfolg, auf den die Innung besonders stolz ist. Für Markus Märtens ist das zugleich ein starkes Signal an den Bäcker-Nachwuchs: Wer sich engagiert, Herausforderungen annimmt und über den Tellerrand hinausblickt, könne im Handwerk viel erreichen.

Im Anschluss überreichten Karl-Jörg Voss und Brotkönig Leon Kirchner gemeinsam mit den Prüfungsausschussmitgliedern Kirsten Reininghaus und Julia Thunecke, (Goldbäckerei Grote, Balve) die Zeugnisse und Abschlussbriefe an die Absolventinnen und Absolventen. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Gäste den Nachmittag anschließend gemeinsam ausklingen und nutzten die Gelegenheit, auf den erfolgreichen Ausbildungsabschluss anzustoßen.

Sie haben ihre Ausbildung zur/zum Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk abgeschlossen:
Fadimana Demirhindi, Patricia Hallmann und Joel Niklas Kroschke (Goldbäckerei Grote GmbH & Co. KG, Balve), Kiara Cheyenne Pietsch (Landbäckerei Sommer GmbH, Iserlohn), Valerie Prüschenk (Bäckerei und Café Gießelmann, Bergneustadt), Alexander Samarin und Leonie-Sophie Trillmich (Bäckerei Hesse KG, Meinerzhagen) und Verena Schwantge.

Zeigen, wie schön das Handwerk ist! Schulung für Ausbildungsbotschafter bei der Kreishandwerkerschaft MK in Iserlohn

Handwerksazubis, die in Schulen authentisch von ihrer Ausbildung berichten – und teils sogar praktische Übungen aus ihrem Gewerk mitbringen: Das sind die  Ausbildungsbotschafter. Zehn neue Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter wurden mit einer Schulung bei der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis in Iserlohn auf ihren Einsatz vorbereitet. Durch die professionelle Schulung verbessern die Auszubildenden ihre Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten, lernen mit Jugendlichen umzugehen und sie für ihren Beruf zu begeistern.

„Die Ausbildungsbotschafter-Schulung in Iserlohn war ein voller Erfolg: Zehn Azubis aus unterschiedlichsten Gewerken können ab sofort einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung in ihrem Handwerk leisten. Sie zeigen, wie schön das Handwerk ist“, freut sich Aileen Thiele-Willner aus dem Team Fachkräftesicherung der Handwerkskammer Südwestfalen.

Auch die Unternehmen der Ausbildungsbotschafter ziehen einen Nutzen daraus: Durch die Präsenz des „betriebseigenen“ Botschafters steigt der Bekanntheitsgrad des Betriebes. „In Zeiten des Fachkräftemangels muss man kreativ werden, um junge Menschen zu erreichen und ihnen die Vielfalt des Handwerks aufzuzeigen“, ergänzt Jens Rodermund, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis. „Mit ihrem Engagement leisten die Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.“

Azubis von folgenden Betrieben waren bei der Ausbildungsbotschafter-Schulung in Iserlohn dabei:

  • Konditorei und Café Spetsmann GmbH
  • Baumeister Elektrotechnik
  • Breer Gebäudedienste GmbH
  • Jürgens GmbH
  • Borau Dach GmbH

Betriebe, die ihre Auszubildenden zu Ausbildungsbotschafterinnen oder -botschaftern schulen lassen möchten, können sich jederzeit bei Aileen Thiele-Willner aus dem Team Fachkräftesicherung melden.

Aileen Thiele-Willner
Team Fachkräftesicherung
Brückenplatz 1
59821 Arnsberg
Tel. 02931/877 332
aileen.thiele-willner@hwk-swf.de

„Ihr baut die Welt, in der sich Menschen wohlfühlen!“ – Tischler-Innung Märkische Region spricht Auszubildende frei

Strahlender Sonnenschein, hochsommerliche 35 Grad und beste Stimmung: In den Städtischen Museen der Stadt Lüdenscheid hat die Tischler-Innung Märkische Region am vergangenen Wochenende ihre Auszubildenden feierlich freigesprochen. Weit mehr als 100 Gäste waren vor Ort, um gemeinsam diesen besonderen Meilenstein zu feiern.

Obermeister Johannes Wortmann hieß die Besucher herzlich Willkommen. In seiner Ansprache widmete er sich dem Thema Künstliche Intelligenz. Er wies darauf hin, KI könne heute Entwürfe erstellen oder ein Holzlager organisieren – sie verstehe jedoch keine individuellen Kundenwünsche, rieche kein Holz und baue auch kein Fenster ein. KI sei ein modernes Werkzeug, den Werkzeugführer ersetze sie jedoch nicht. Mit den Worten „Ihr baut die Welt, in der sich Menschen wohlfühlen!“ unterstrich Wortmann die besondere Bedeutung des Tischlerhandwerks.

Als Festredner gratulierte auch Landtagsabgeordneter Gordan Dudas den Absolventinnen und Absolventen und sprach ihnen großen Respekt für ihr handwerkliches Können aus. Aus eigener Erfahrung wisse er zwar, wie man Möbel verkauft – bauen könne er sie jedoch nicht. Gerade deshalb schätze er die Kreativität, das handwerkliche Geschick sowie die Fähigkeit der jungen Tischlerinnen und Tischler, Lösungen zu finden. Für ihren weiteren Berufsweg gab er ihnen mit, neugierig zu bleiben, Herausforderungen anzunehmen und auch aus Fehlern zu lernen. Entscheidend sei, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Auch Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK, ermutigte die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen, an Neuem interessiert zu bleiben und sich neuen Aufgaben zu stellen. Die Ausbildung habe ein solides Fundament geschaffen, auf dem sie nun ihre berufliche Zukunft aufbauen könnten. „Das Handwerk hat Zukunft – und Sie haben die besten Voraussetzungen, diese Zukunft mitzugestalten.“ Mit Blick auf den Wettbewerb „Die gute Form“ lobte er die außergewöhnlich hohe Qualität der eingereichten Gesellenstücke. Der Jury sei die Entscheidung alles andere als leichtgefallen – ein Beleg dafür, wie viel Kreativität und handwerkliches Können der Tischlernachwuchs mitbringe.

Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock, Innungsgeschäftsführer Jens Rodermund, Matthias Lohmann, Schulleiter des Berufskollegs für Technik Lüdenscheid, sowie der stellvertretende Obermeister Arne Woesner schlossen sich den Glückwünschen an und wünschten den jungen Erwachsenen einen erfolgreichen Start in ihr Berufsleben.

Für einen besonderen Moment sorgten anschließend zwei der Absolventinnen, die stellvertretend für ihren Jahrgang das Wort ergriffen. In ihrer Rede blickten sie auf die Ausbildungszeit zurück und spannten dabei den Bogen vom „rohen Holz voller Äste“ zu Beginn bis zum fertigen Werkstück am Ende der Ausbildung und verdeutlichten damit, wie sehr sie sich in den vergangenen Jahren fachlich und persönlich weiterentwickelt haben.
Mit viel Wertschätzung bedankten sie sich bei ihren Betrieben, Ausbildern und Lehrkräften und würdigten jede Absolventin und jeden Absolventen mit einer persönlichen Bemerkung.
Im Anschluss daran durften sie ihre Zeugnisse und die Gesellenbriefe entgegennehmen und wurden von ihren Ausbildungspflichten offiziell freigesprochen.

Den feierlichen Abschluss bildete die Ehrung der besten Gesellenstücke im Gestaltungswettbewerb „Die gute Form 2026“, die durch ihre herausragende Idee, Gestaltung, Funktionalität und handwerkliche Ausführung herausstachen. Den ersten Platz belegte dabei Antonia Vorbrüggen (Möbelwerkstatt Scholz GmbH & Co. KG, Lüdenscheid), deren kreative und handwerklich saubere Ausführung eines Nachttischs bei der Jury aufgrund der weichen Form und farblichen Gestaltung viel Lob und Anerkennung fand.

Über einen von zwei zweiten Plätzen durfte sich Paul Henneberg (Tobias Genrich Tischlerei, Hagen) freuen, dessen Materialauswahl und markante Linienführung den Schreibtisch zu einem funktionalen und gelungenen Möbelstück werden lassen.

Auch Adrian Kruses (Pierenkemper & Co. GmbH, Halver) Schrank beeindruckte die Jury mit seinen verschiedenen Naturmaterialien, die ein stimmiges Gesamtkonzept ergeben, und sicherte ihm so ebenfalls den 2. Platz.

Den dritten Platz belegte Lasse Dominicus (Tischlerei Garthe GmbH, Wetter): Sein Gesellenstück interpretiert einen klassischen Buffet-Schrank neu und überzeugte die Jury mit einer konsequenten Formgebung, durchdachten Stauraumlösungen und einer beleuchteten Glasvitrine, die den Schrank gekonnt in Szene setzt.

Die Ausbildung abgeschlossen haben:
Luis Alstadt (A. Peters GmbH & Co. KG Tischlerei, Neuenrade-Affeln), Jill Josefine Marie Bleicker (H. Borgmeier GmbH & Co. KG, Hagen), Moritz Bock (Tischlerei Bernd Krüger, Hagen), Noah Bolinius (Holz Manufaktur Hoffrecht, Werdohl), Steffen Brzoska, Jannis Butzek (Brükkenkamp GmbH, Iserlohn), Lasse Dominicus (Tischlerei Garthe, Wetter), Hamza Durakovic (Knoeppel GmbH, Hagen), Alexander Ferreira (Dennis Feldin und Janis Speck GbR, Wetter), Linda Falkenroth (passgenau GmbH, Hagen), Marius Fleing (Carsten Schmidt GmbH, Altena), Tim Lucas Glaser (Tischlerei Udo und Dirk Schmale GbR, Kierspe), Paul Henneberg (Tobias Genrich Tischlerei, Hagen), Julian Kaemper (Tischlermeister Perlowski, Hemer), Adrian Kruse (Pierenkemper & Co. GmbH, Halver), Jennifer Leib, Marlon Schrage und  Clara Wicker (KammTec GmbH, Meinerzhagen), Caspar-Waldemar Nothjunge (Tischlerei Korthaus Inh. Kai Windhöfel, Breckerfeld),  Sophia Schmücker (Schreinerei Trippe Inh. Dennis Gaitzsch e.K., Menden), Iven Schuster (Tischlerei Bernd Gimbel, Hagen), Vinzent Schwingel (Tischlerei Peter Ernst, Hagen), Nicklas Timpert (Böllert & Wuttke GmbH, Hagen), Antonia Vorbrüggen (Möbelwerkstatt Scholz GmbH & Co. KG, Lüdenscheid) und Fynn Wissemann (Tischlerei Siemer/Kuster GmbH, Hagen).

Workshop: „Rückengesundheit im Berufsalltag – Belastung richtig schultern“

Handwerkliche Tätigkeiten verlangen täglich vollen körperlichen Einsatz. Umso wichtiger ist es, den eigenen Rücken langfristig gesund und belastbar zu halten. Eine bewusste, aktive Lebensweise kann dabei helfen.

In dieser praxisnahen Schulung erhalten Sie wertvolle Tipps und Strategien, um körperliche Beanspruchungen im Arbeitsalltag spürbar zu reduzieren.

Ob überwiegend sitzende, stehende oder körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten – die Veranstaltung vermittelt hilfreiche Impulse für mehr Gesundheit und Wohlbefinden im Berufsalltag.


Inhalte des Seminars

  • Wissensvermittlung rund um Bewegung, Haltung und Rückengesundheit
  • Erprobung von ergonomischen Hebe- und Tragetechniken
  • Kennenlernen von Ausgleichsübungen
  • Entwicklung konkreter Lösungsansätze für besonders beanspruchende Tätigkeiten

Informationen zum Seminar
Wann?
Mittwoch, 10. Juni 2026, 15-17 Uhr

Wo? „Haus des Handwerks“, Handwerkerstraße 2, 58638 Iserlohn

Referentin: Sarah Weinreich – Märkische Rehakliniken Lüdenscheid

Veranstalter: Kreishandwerkerschaft MK gemeinsam mit der IKK classic

Die Veranstaltung ist für unsere Mitgliedsbetriebe kostenlos!

Nicht-Innungsfachbetriebe: 49,99 Euro (zzgl. MwSt.)

Zur Anmeldung

 

 

 

 

Bäckerhandwerk hautnah: Brotprüfung der Bäcker-Innung Märkischer Kreis in Grundschule Auf der Emst

Was macht eigentlich ein gutes Brot aus? Dieser Frage widmete sich die jährliche Brotprüfung der Bäcker-Innung Märkischer Kreis. Die Innungsbetriebe nutzten die Gelegenheit, ihre Backwaren von einem unabhängigen Prüfer des Deutschen Brotinstituts e.V. in der Grundschule Auf der Emst bewerten zu lassen und eine fundierte fachliche Rückmeldung zu erhalten.

Ob Königsbrot, Paderborner oder Dinkelvollkornbrot – Michael Isensee, Prüfer des Deutschen Brotinstituts, nahm 71 Brote unter die Lupe. Bewertet wurde nach einem präzisen 100-Punkte-Schema. Neben Geschmack und Geruch standen auch die Krume, Kruste, Elastizität und Oberflächenbeschaffenheit auf dem Prüfstand. Die Brotprüfung dient den Betrieben als wichtiger Gradmesser für ihre handwerkliche Arbeit und liefert zugleich konkrete Hinweise zur weiteren Qualitätsverbesserung.

Christian Hömberg von der Hofbäckerei Hömberg verdeutlichte die Bedeutung der Brotprüfung: „Für uns ist sie ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Wir erfahren, was wir richtig und gut machen – und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 79% der 71 geprüften Brote erzielten die Bestnote „sehr gut“, 18,3% wurden mit „gut“ bewertet. Wo es noch Verbesserungspotenzial gab, lieferte Michael Isensee wertvolle Tipps zur Qualitätssteigerung. Sein Fazit fiel positiv aus: Der Experte zeigte sich mehr als zufrieden mit der Qualität des heimischen Bäckerhandwerks.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Produkte unserer Innungsfachbetriebe den hohen Qualitätsansprüchen an handwerklich gefertigte Backwaren entsprechen“, so Jens Rodermund, Geschäftsführer der Bäcker-Innung Märkischer Kreis.

Neben der fachlichen Prüfung bot der Veranstaltungsort einen zusätzlichen Mehrwert: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule erhielten Einblicke in das Bäckerhandwerk und durften unterschiedliche Brotsorten probieren und vergleichen. In den Klassen erklärte Christian Hömberg anschaulich die Aufgaben und den Arbeitsalltag eines Bäckers.

Schulleiterin Barbara Kurz begrüßte die Veranstaltung: „Es ist schön, zu sehen, wie durch solche Projekte Leben in die Schule kommt. Die Kinder erhalten einen anschaulichen Einblick in den Beruf des Bäckers und erleben, wie vielseitig dieses Handwerk ist. Außerdem lernen sie, dass es nicht nur ein oder zwei Brotsorten gibt, sondern eine große Vielfalt.“

Folgende Betriebe konnten sich für ihre eingereichten Produkte über ein „sehr gut“ bzw. ein „gut“ freuen:

Bäckerei Ashauer (Iserlohn) – Sehr gut: Feinbrot, Schwarzbrot, Bauernstuten, Dinkellandbrot, Oberländer, Roggenmischbrot; gut: Dinkelvollkornbrot

Bäckerei Cramer (Schalksmühle) – Sehr gut: Weizensemmel, Graubrot, Mangbrot, Roggenmischbrot, Kosakenbrot, Bauernbrot; gut: Toastbrot, Roggensemmel, Dinkelvollkornbrot, Schwarzbrot

Bäckerei Voss-Mühle (Meinerzhagen) – Sehr gut: Dinkel-Extrem, Kartoffelbrot, Roggenmischbrot, Landbrot, Schwarzbrot, Kassler, Fitness-Brot

Bäckerei Thomas Zihn – Sehr gut: Graubrot, Dahler Dorfbrot, Schwarzbrot, Walnussbrot; gut: Bayernlaib

Bäckerei Niehaves (Wickede) – Sehr gut: Ur-Kruste, Königsbrot, Finnenbrot, Paderborner; gut: Bauernstuten

Bäckerei Thomas Engelhardt (Lüdenscheid) – Sehr gut: Kornlaib, Hausbrot, Dinkelvollkornbrot, Doppelback, Roggenvollkornbrot, Schwarzbrot

Goldbäckerei Grote (Balve) – Sehr gut: Höhlenbrot, Berliner Brot, Kassler, Roggbert, Sorpekruste, Ruchgold, Dinkelvollkornbrot, Mini Roggenbrot, Sovitalbrot, Paderborner-Landbrot Doppelback, Schwarzbrot, Vollkornbrot

Hofbäckerei Hömberg (Menden) – Sehr gut: Rosinchen, Mendener Krustenbrot, Dinkelsaatenbrot, 100% Roggen, Schwarzbrot, Dinkelstuten, Dinkelvollkornbrot; gut: Dinkelstuten, Dinkelvollkornbrot

Landmarkt Hof Drepper (Iserlohn) – Sehr gut:  Wurzelbrot, Helles Dinkel, Roggen-Dinkler, 100er Roggen

Das Butterbrot – Solbach’s echtes Handwerk: Gut: Krustenbrot, Keimkorndinkel mit Buchweizen, Mittelalterbrot, Dinkel Jung

Feinwerkmechaniker-Innung Märkischer Kreis setzt auf Kontinuität im Vorstand

(v.l.): Robert Meigies, Volkmar Nüsken, Kurt Harz, Willi Thomas Schäfer, Michael Dencker.

Die Feinwerkmechaniker-Innung Märkischer Kreis hat im Rahmen ihrer Innungsversammlung turnusgemäß den Vorstand neu gewählt. Obermeister Kurt Harz (Lauer Harz GmbH, Lüdenscheid) wurde von den anwesenden Mitgliedsbetrieben ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt, wie sein langjähriger Stellvertreter Michael Dencker (Dencker Werkzeug- und Laser-Technologie GmbH, Lüdenscheid).

Ebenfalls einstimmig gewählt wurde als neuer Lehrlingswart der bisher bereits als Vorstandsmitglied aktive Willi Thomas Schäfer (MIDENA GmbH, Lennestadt). Weiterhin dem Vorstand an gehören darüber hinaus Volkmar Nüsken (Humme GmbH, Lüdenscheid) und der neu gewählte Robert Meigies (Klaucke & Meigies Formenbau GmbH, Lüdenscheid).

Im Rahmen der Versammlung berichtete Obermeister Harz zudem über die aktuelle wirtschaftliche Lage im Werkzeugbau. Die Mitgliedsbetriebe sehen sich weiterhin mit einer angespannten Branchenkonjunktur und sinkenden Deckungsbeiträgen konfrontiert. Gleichzeitig wurden die Jahresrechnung 2025 sowie der Haushaltsplan für 2026 einstimmig verabschiedet.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Fachvortrag von Dipl.-Ing. Lars Preißner vom Fachverband Metall NRW zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Werkzeugbau.

Innung Rollladen und Sonnenschutz Westfalen setzt bei Vorstandswahlen auf bewährte Kräfte

Wolfgang Sölter bleibt weiterhin Obermeister der Innung.

Im Rahmen ihrer Frühjahrs-Innungsversammlung kamen die Mitgliedsbetriebe der Innung Rollladen und Sonnenschutz Westfalen im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in Innung und Branche auszutauschen sowie wichtige Entscheidungen für die kommende Amtsperiode zu treffen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen dabei die turnusmäßigen Vorstandswahlen.

Die anwesenden Mitglieder bestätigten Wolfgang Sölter (Rolladen und Sonnenschutz Wolfgang Sölter, Warendorf) einstimmig als Obermeister der Innung. Stellvertretender Obermeister bleibt weiterhin Jurian Burdich (Burdich Sonnenschutz GmbH, Herford), Dirk Appel (Fa. Appel GmbH, Nordkirchen) behält weiterhin das Amt des Lehrlingswarts. Dem Vorstand gehören darüber hinaus auch künftig Thomas Köhne (Lameko GmbH, Coesfeld), Michael Brumberg (Fa. Rolladenbau Suckel, Brilon), Timo Zeuge (Fa. Zeuge – Sonnenschutz, Lüdinghausen) und Peter Scheel-Scherbaum an. Neu in das Gremium gewählt wurden Christoph Kubitschek, der Marcel Zeuge ersetzt, sowie Sebastian Merz.

Darüber hinaus standen die Jahresrechnung 2025 sowie weitere Berichte aus Innung, Verband und Kreishandwerkerschaft auf der Tagesordnung. Die Versammlung bot zudem Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zu Gesprächen über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche.

Von Pralinen bis Baumkuchen – 11 Konditorinnen bestehen praktische Meisterprüfung

Dreieinhalb Monate voller Engagement, Kreativität und Durchhaltevermögen liegen hinter den elf Teilnehmerinnen des diesjährigen Vorbereitungslehrgangs zur Konditorenmeisterprüfung im Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis (bbz). Im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn feierten sie gemeinsam ihre bestandene Prüfung vor dem Ausschuss der Handwerkskammer Südwestfalen. Den begehrten Meistertitel dürfen sie tragen, sofern auch die restlichen Teile der Meisterprüfung bereits erfolgreich absolviert wurden.

Die vergangenen Monate waren geprägt von intensiver Arbeit in der Konditorei des bbz. Denn in der Meisterprüfung mussten die Absolventinnen ein breites Spektrum ihres handwerklichen Könnens unter Beweis stellen: Hergestellt wurden unter anderem Marzipanfiguren im Tierdesign, kunstvoll gestaltete Petits Fours und Pralinen sowie verschiedene Gebäckspezialitäten. Ein aufwendig hergestellter Baumkuchen gehörte dazu, ebenso ein kreatives Schaustück mit individueller Gestaltung und herzhafte Snacks. Neben handwerklichem Geschick waren gute Organisation, Zeitmanagement und ein Händchen fürs Detail gefragt.

Bernd Bücker, Obermeister der Konditoren-Innung Südwestfalen, gratulierte den Konditorinnen und würdigte in seiner Rede deren Engagement und Leistungsbereitschaft. Er wies auf die vielen Möglichkeiten hin, die ihnen mit dem Meistertitel offenstehen. „Der Meisterbrief ist nicht nur ein Nachweis fachlicher Qualifikation, sondern steht auch für Qualität und Professionalität“, so Bernd Bücker. „Mit diesem Abschluss eröffnen sich Ihnen vielfältige berufliche Perspektiven.“

Auch bbz-Leiter Dennis Pusch und bbz-Ausbilder Roland Alberts gratulierten den Teilnehmerinnen. Anschließend überreichten die Mitglieder des Prüfungsausschusses die Zeugnisse.

Die Prüfung bestanden haben: Ece Aktas, Anik Bedelian, Eva Corsmeyer, Alexandra Donis, Nina Grönefeld, Melissa Juchens, Christina König, Ann-Kathrin Mielke, Jacqueline Scrudato, Cinja Swat, Rhena Wolf.

Auftakt für eine enge Zusammenarbeit: Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Gespräch

(v.l.) Markus Märtens, Sebastian Wagemeyer und Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock

(v.l.) Markus Märtens, Sebastian Wagemeyer und Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock

Perspektiven teilen und die Zukunft der Region gemeinsam gestalten: Die Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis hat mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der 15 Städte und Gemeinden des Märkischen Kreises in den vergangenen Wochen erste Gespräche geführt. Anlass war sowohl der Wechsel der Hauptgeschäftsführung der Kreishandwerkerschaft MK als auch die jüngsten Veränderungen in den Rathäusern nach den Bürgermeisterwahlen im vergangenen Herbst.

Die Gespräche boten Gelegenheit zu einem intensiven Austausch über aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven für die Region. Dabei ging es unter anderem um die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort, die Bedeutung des Handwerks als Ausbildungs- und Beschäftigungsmotor sowie um konkrete Ansatzpunkte für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Betrieben.

Ein zentrales Thema der Gespräche waren die neuen Vergaberegelungen. Diese eröffnen Städten und Gemeinden zusätzliche Flexibilität bei der Vergabe öffentlicher Aufträge – ein Aspekt, der insbesondere für das regionale Handwerk von großer Bedeutung ist.

„Handwerk und Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen – von der Fachkräftesicherung über die Ausbildung bis hin zur Attraktivität des Wirtschaftsstandorts“, so Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK. „Die Neuregelung ist aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, da sie Verfahren vereinfacht und den Kommunen mehr Flexibilität gibt. Werden die neuen Möglichkeiten transparent, wirtschaftlich und im Sinne eines fairen Wettbewerbs angewendet, können öffentliche Aufträge effizienter vergeben und regionale Betriebe stärker einbezogen werden. Das kommt unmittelbar dem heimischen Handwerk zugute“, so Markus Märtens.