Die Rahmedetalbrücke – das Ende eines Albtraums

Auf den Punkt nach 1481 Tagen Sperrung wurde am 22. Dezember 2025 die Rahmedetalbrücke zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid Nord durch Bundeskanzler Friedrich Merz freigegeben.

Ein Moment, der nicht nur in der regionalen Historie, sondern auch in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland seinen Platz finden wird.

Schneller als erwartet, wurde die Rahmedetalbrücke neu errichtet. Dank schnellerer Genehmigungsverfahren, erfolgreicher Kooperation aller Beteiligten, fundierten Ingenieurwissens und ausgeprägtem Handwerkskönnen!

„Es wäre wünschenswert“, so Dirk H. Jedan, Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, „dass diese Katastrophe alle Verantwortlichen wachgerüttelt hat, sich mit allen PS um eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur zu bemühen, um diesen nunmehr soeben beendeten Albtraum nicht an anderer Stelle erneut erleben zu müssen!“

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Geschäftsstellen zwischen den Feiertagen geschlossen!

In Anbetracht der bevorstehenden Feiertage möchten wir Sie darüber informieren, dass unsere Geschäftsstellen vom 24. Dezember bis zum 02. Januar 2026 geschlossen bleiben.

Ab dem 05.Januar 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und frohes neues Jahr!

Gemeinsam für eine starke Region – Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Märkischen Kreises stellen sich vor

Am 01. November haben die neuen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden des Märkischen Kreises ihre Ämter angetreten. Mit ihrem Amtsantritt eröffnen sich neue Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten für die Entwicklung der jeweiligen Kommune.
Auch das Handwerk spielt seit jeher eine wichtige Rolle in den Städten und Gemeinden: Als Arbeitgeber, als Ausbilder, als Innovationstreiber und als unverzichtbarer Bestandteil regionaler Wertschöpfung. Ob Bau, Ausbau, Energie, Mobilität oder Versorgung – viele der großen und kleinen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur mit einem starken, gut aufgestellten Handwerk bewältigen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Handwerksbetrieben ist dabei ein entscheidender Faktor für lebenswerte Orte und nachhaltige Entwicklung im Märkischen Kreis.
In dieser Ausgabe von Faszination Handwerk stellen wir Ihnen einige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden im Märkischen Kreis vor. Neben persönlichen Angaben haben sie auch Stellung zu zwei Fragen rund um Bedeutung, Chancen und Zukunft des Handwerks in ihrer Kommune genommen. Ihre Antworten zeigen, wie eng die Aufgaben der Kommunalpolitik mit der Leistungsfähigkeit des regionalen Handwerks verbunden sind – heute und in den kommenden Jahren.

 

Meinerzhagen
Name: Jan Nesselrath, Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen
Beruf: Volljurist; seit 2014 Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Unsere Handwerksbetriebe sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Wirtschaftsstandorts, denn dessen Erfolg und Wachstum basieren auf einer breiten Aufstellung über verschiedene Branchen hinweg. Dabei macht auch die Mischung aus Traditions- und jungen Betrieben viel aus, die Erfahrung und neue Ideen, Wachstum und damit Erfolg für unsere Wirtschaft insgesamt einbringen. Für die Menschen in unserer Stadt sind konkrete Ansprechpartner vor Ort genauso wesentlich: Das heimische Handwerk steht für Vertrauen, Kompetenz und oft langjährige persönliche Kundenbeziehungen. Ein starkes Handwerk und Unternehmergeist gehören zum Stadtleben also untrennbar dazu.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Das örtliche Handwerk ist für uns als Stadtverwaltung ein wichtiger Partner und wir arbeiten in vielen Bereichen eng mit hiesigen Betrieben zusammen: Wir wissen, was wir an ihnen haben. Gleichzeitig stehen wir in regelmäßigem Austausch, um gemeinsam Impulse für unsere heimische Wirtschaft insgesamt und unsere Stadtgesellschaft zu setzen. Denn oft geht das Selbstverständnis des hier verwurzelten Handwerks über den rein betrieblichen Erfolg aus und so übernehmen wir an vielen Stellen gemeinsam die Verantwortung für die Entwicklung und das Leben in unserer Stadt.“

 

Balve
Name: Hubertus Mühling
Beruf: Dipl.-Ing. Kommunal- und Umwelttechnik; seit 2004 Bürgermeister der Stadt Balve
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Das Handwerk ist eine der tragenden Säulen in der Stadt Balve.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Balve und dem örtlichen Handwerk ist in Balve sehr ausgeprägt und von gegenseitigem Respekt geleitet.“

 

 

Menden
Name: Manuela Schmidt
Beruf: Volljuristin
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Das Handwerk ist eine der stärksten und wichtigsten Säulen der Mendener Wirtschaft. Als Kommune profitieren wir vom Handwerk durch lokale Aufträge und Infrastruktur. Für mich als Bürgermeisterin gestaltet sich die Beziehung unserer Kommune zum Handwerk partnerschaftlich und auf Augenhöhe.“

Welche Möglichkeiten/ Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Das Handwerk ist ein traditionell eng mit der Stadt verbundener Wirtschaftsbereich und ein wichtiger Akteur in der Stadtentwicklung. Als Bürgermeisterin werde ich wieder einen Stadtentwicklungskreis ins Leben rufen, der Wirtschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch holt. Hier werden selbstverständlich auch die Themen des Handwerks auf die Agenda kommen. Ich werde dies hiesigen Handwerksbetriebe besuchen, denn nur vor Ort in den Unternehmen, im direkten Austausch verschaffe ich mir als Bürgermeisterin ein realistisches Lagebild über die aktuelle Situation unserer Handwerksbetriebe.“

 

 

Hemer
Name: Christian Schweitzer
Beruf: Diplom-Verwaltungsbetriebswirt, Wirtschaftsjurist; seit 2020 Bürgermeister der Stadt Hemer
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes Handwerk ist für die Stadt Hemer essenziell, da es Traditionen bewahrt, die regionale Wirtschaft stärkt, lokale Arbeitsplätze schafft und die Menschen mit unerlässlichen Gütern und Dienstleistungen versorgt. Ohne ein starkes Handwerk verlieren unsere Städte erheblich an Lebensqualität.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Auch zukünftig werden wir eng mit dem örtlichen Handwerk zusammenarbeiten. Aufträge werden durch die Vergabeerleichterungen des Landes demnächst noch stärker in der Region gebunden und gemeinsame Projekte können das Handwerk sichtbarer und attraktiver für junge Menschen machen.“

 

 

Altena
Name: Guido Thal
Beruf: Diplom Verwaltungswirt (FH)
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Das Handwerk spielt in unserer Stadt eine wichtige Rolle. Unsere Handwerksbetriebe sind zuverlässige Arbeitgeber vor Ort. Sie schaffen Ausbildungsplätze und halten Arbeitskräfte in der Region. Wir leben wirtschaftlich stark vom lokalen Handwerk.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Handwerk ist enger als man denkt.  Wir arbeiten sowohl formell als auch informell zusammen, bei der Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Ausbildung und Fachkräftesicherung, bei Auftragsvergaben und Bauprojekten sowie Veranstaltungen oder bei Krisen- und Notfallhilfen.“

 

 

Nachrodt-Wiblingwerde
Name: Birgit Tupat
Beruf: Verwaltungsfachwirtin; seit 2012 Bürgermeisterin der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Ein starkes und erfolgreiches Handwerk ist wichtig, weil es die regionale Wirtschaft trägt, Arbeitsplätze schafft und gesellschaftliche Stabilität fördert. Außerdem sorgt es für qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte, die unser tägliches Leben zuverlässig funktionieren lassen.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Es ist wichtig, das örtliche Handwerk in die Bauvorhaben mit einzubeziehen. Durch die gesetzlichen Erleichterungen bei den Vergaben besteht gerade für die ortsansässigen Handwerker hier eine große Chance.“

 

 

Iserlohn
Name: Michael Joithe
Beruf: 25 Jahre Unternehmer in Iserlohn: Handelsunternehmen für Gabelstaplerersatzteile mit (handwerklichem) Montageanteil; seit 2020 Bürgermeister der Stadt Iserlohn
Parteizugehörigkeit: lokale Wählergemeinschaft DieISERLOHNER

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes erfolgreiches Handwerk ist das Rückgrat unseres Wirtschaftens. Ohne Handwerk im klassischen Sinne fehlen die Strukturen zum Erhalt unserer Infrastruktur, sowohl im kommunalen Bereich, als auch bei Unternehmen und Privatleuten.

Welche Möglichkeiten/ Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Wir arbeiten schon heute eng und gut mit dem lokalen Handwerk zusammen, z.B. bei Rahmenverträgen für Reparaturen in und an kommunalen Gebäuden. Daran werden wir selbstverständlich festhalten.

 

 

Herscheid
Name: Uwe Schmalenbach
Beruf: Diplom-Verwaltungswirt
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes und erfolgreiches Handwerk ist für mich von großer Bedeutung, denn es ist eine tragende Säule unseres Wirtschaftslebens. Das Handwerk schafft wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze und ist fest mit dem Ort verankert. Viele Handwerkerinnen und Handwerker engagieren sich in Herscheid darüber hinaus ehrenamtlich, z. B. in der Feuerwehr, in Vereinen und Verbänden und tragen so zu einer attraktiven und lebendigen Gemeinde bei.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Ohne das Handwerk liefe bei uns nichts. Mir liegt daher viel daran, das Handwerk in Herscheid zu unterstützen und gute Rahmenbedingungen zu bieten. So werden wir insbesondere alle Möglichkeiten der neuen Vergabeerleichterungen nutzen, um noch stärken die örtlichen und regionalen Betriebe bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. Auch bei Planungsvorhaben binden wir die Betriebe nach Möglichkeit frühzeitig ein.“

 

 

Plettenberg
Name: Ralf Beßler
Beruf: Immobilienmakler und Gesellschafter „R.B. Makler GmbH“ (ehem. Geschäftsführer)
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Während meiner früheren Tätigkeit als Immobilienmakler habe ich hautnah erleben dürfen, wie wichtig das Handwerk für unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist. Das Handwerk bildet facettenreich aus und fort, fördert die Ausgebildeten samt deren Kreativität weiter und eröffnet vielen Menschen auf diese Art wichtige Perspektiven. Wer anpacken will, wird Erfolg haben. Zudem ist das Handwerk der Antrieb, das Schwungrad der Wirtschaft, lokal und überregional die Basis des Fortschritts, denn: Ohne das Handwerk läuft einfach nichts!“

Welche Möglichkeiten / Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Bei den Projekten einer Stadtverwaltung müssen natürlich Gesetze, Regularien und Vorgaben eingehalten werden und es bietet sich nicht immer die Möglichkeit, nach einem Vergabeverfahren auch lokale Handwerksbetriebe beteiligen zu können. Doch ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass wir das Handwerk vor Ort so oft es nur geht nutzen und damit nachhaltig unterstützen.“

Im Gespräch mit Markus Märtens – dem künftigen Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis

Markus Märtens ist ab dem 1. Januar 2026 neuer Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Bei der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis stehen personelle Veränderungen an: Mit Beginn des Jahres übernimmt Markus Märtens die Position des Hauptgeschäftsführers und löst damit Dirk H. Jedan nach über 20 Jahren ab.

Bevor Markus Märtens offiziell seine Tätigkeit aufnimmt, haben wir ihn um ein Interview gebeten. Im Gespräch ging es u.a. um seine Vorstellungen für die Zukunft der Kreishandwerkerschaft MK, seine Sicht auf das Handwerk und, was ihn persönlich antreibt.
Herausgekommen ist ein Gespräch mit einem Menschen, der das Handwerk mit Respekt betrachtet – und Lust hat, es aktiv mitzugestalten.

Herr Märtens, Sie übernehmen ab Januar die Hauptgeschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis – herzlichen Glückwunsch! Was bedeutet dieser Neustart für Sie persönlich?
„Ein Neuanfang ist immer eine Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen. Ich freue mich sehr darauf, das Handwerk in seiner Gesamtheit mitzugestalten – als Herzstück unserer Wirtschaft und als Gemeinschaft, die für Zusammenhalt, Verantwortung und Tatkraft steht.“

Sie kommen aus der Wirtschaftsförderung Leverkusen. Wie kam der Wechsel zustande – und was hat Sie am Handwerk besonders gereizt?
„Gerade in meiner Zeit bei der Wirtschaftsförderung wurde mir klar, welche Kraft im Handwerk steckt. Diese Kraft hält zusammen, sie verbindet. Dabei begeistert mich vor allem die Mischung aus Können, Kreativität und Verlässlichkeit. Ich freue mich darauf, die Rahmenbedingungen für das Handwerk im Märkischen Kreis mitgestalten zu dürfen!“

Was verbinden Sie persönlich mit dem Handwerk?
„Ich verbinde mit dem Handwerk vor allem mit Haltung: Bodenständigkeit, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein. Es steht für das, was unser Land wieder stark machen kann: anpacken, gestalten und gemeinsam Lösungen finden.“

Wie sehen Sie das Handwerk in unserer Region – welche Rolle spielt es für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung?
„Das Handwerk ist das Rückgrat der regionalen Wirtschaft und unverzichtbar für unseren sozialen Zusammenhalt. Es prägt das Gesicht unserer Städte, bildet junge Menschen aus und sorgt dafür, dass Werte wie Verlässlichkeit und Solidarität gelebt werden. Es leistet einen wichtigen Beitrag für sozialen Frieden in unserem Land.“

Das Handwerk steht vor großen Herausforderungen – wo sehen Sie die größten Stellschrauben für die kommenden Jahre?
„Die Fachkräftesicherung bleibt das zentrale Thema. Wir müssen junge Menschen wieder stärker für handwerkliche Berufe begeistern und die duale Ausbildung endlich gleichwertig zur akademischen Bildung anerkennen und wertschätzen. Gleichzeitig gilt es, die Betriebe durch Digitalisierung und Bürokratieabbau spürbar zu entlasten und KI in vielen Bereichen zu nutzen. Da steckt auch für das Handwerk eine Menge an Möglichkeiten drin! Damit aber das Handwerk seine ganze Stärke entfalten kann, braucht es dazu eine Politik, die Taten folgen lässt.“

Wie möchten Sie die Kreishandwerkerschaft künftig positionieren?
„Mir ist wichtig, die KH als starke Stimme des Handwerks sichtbar zu machen – in der Region, in der Politik und in der Öffentlichkeit. Als Vereinigung der Innungen und Fachbetriebe wollen wir Partner, Netzwerker und Impulsgeber sein – ein Ort, an dem das Wir-Gefühl im Mittelpunkt steht.“

Wo sehen Sie die größten Chancen für das Handwerk in den kommenden Jahren?
„Das Handwerk wird für alle großen Zukunftsfragen gebraucht – von Klimaschutz über Digitalisierung bis zur Energie- und Mobilitätswende. Es bietet sichere Arbeitsplätze, Sinn und Perspektive – und bleibt dabei immer nah an den Menschen.“

Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Tätigkeit können Sie in Ihre neue Aufgabe einbringen?
„Als Jurist und mit meiner beruflichen Erfahrung bringe ich Erfahrung im Aufbau von Netzwerken und in der strategischen Kommunikation mit. Mir liegt viel daran, Brücken zu bauen – zwischen Betrieben, Politik und Verwaltung – und so das Handwerk als verlässlichen Partner auf Augenhöhe zu positionieren.“

Wenn Sie nicht gerade für das Handwerk unterwegs sind – wie schalten Sie ab?
„Gerne auf dem Motorrad – das wird im Märkischen Kreis sicher ein Vergnügen. Ich reise gern nach Spanien oder Holland, grille gerne und höre dabei Reinhard Mey – das ist für mich Lebensqualität. Manchmal ist aber auch ein ausgedehnter Spaziergang mit dem Hund eine willkommene Auszeit.“

Haben Sie selbst eine handwerkliche Seite?
„Auf jeden Fall. Ich packe gern selbst an – ob beim Renovieren oder Bauen des eigenen Hauses. Handwerk begleitet mich in Teilen schon mein ganzes Leben und gibt mir ein gutes Gefühl von Erdung. Meine Familie mütterlicherseits ist eine Handwerkerfamilie.“

Wenn Sie einen Tag lang in einem Handwerksbetrieb mitarbeiten dürften – welches Gewerk wäre das?
„Da gäbe es unzählige Möglichkeiten. Das Schöne am Handwerk ist ja, dass man am Ende des Tages sieht, was man geschaffen hat – und genau das macht für mich den Reiz des Handwerks aus, ganz unabhängig vom Gewerk. Deswegen: schwere Frage. Es gibt so viel Spannendes.“

Zum Schluss: Was möchten Sie den Handwerkerinnen und Handwerkern in der Region mit auf den Weg geben?
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einer starken Gemeinschaft, die zusammenhält, anpackt und Verantwortung übernimmt. Das Handwerk ist nicht nur Wirtschaftskraft – es ist Zukunftskraft für unsere Gesellschaft. Aber mir ist klar: Das schaffe ich nicht alleine – dafür brauche ich Sie alle!“

Parkettlegerhandwerk: Mitgliederversammlung geprägt von Ehrungen und Abschied

(v.l.) Christian Brück (Vorstandsmitglied), Ralf Wollenberg, Dirk H. Jedan, Matthias Rohde, Tobias Michalak und Daniel Kok.

Es war mehr als nur ein formaler Termin: Bei der Mitgliederversammlung der Innung für Parkett- und Fußbodentechnik für den Regierungsbezirk Arnsberg standen neben den Regularien und der Bestätigung des bisherigen Vorstands, eine Reihe von Ehrungen und eine besondere Verabschiedung im Mittelpunkt.

Der Vorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung mit Obermeister Matthias Rohde (Matthias Rohde Fußbodentechnik, Schwerte) und dem stellvertretenden Obermeister Ralf Wollenberg bestätigt. Die Innung setzt damit bewusst auf Erfahrung und Verlässlichkeit.

Im weiteren Verlauf des Abends fanden die Ehrungen langjähriger Mitglieder statt:
Lehrlingswart Tobias Michalak (Parkett Michalak, Herne) und Vorstandsmitglied Daniel Kok (Kok Parkett, Dortmund) erhielten den silbernen Meisterbrief anlässlich ihres 25-jährigen Meisterjubiläums. Ralf Wollenberg wurde für seine 25-jährige Tätigkeit als stellvertretender Obermeister geehrt.

Auf ein besonderes Datum konnte Hans Kok (Parkett Salziger, Dortmund) zurückblicken: Er wurde für sein 50-jähriges Meisterjubiläum mit dem goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Ein weiterer besonderer Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung von Innungsgeschäftsführer Dirk H. Jedan: Nach mehr als 10 Jahren wurde er von Matthias Rohde feierlich

Hans Kok erhielt für sein 50-jähriges Meisterjubiläum den Goldenen Meisterbrief.

„losgesprochen“ und in den Ruhestand verabschiedet.

„Mit Dirk H. Jedan verlieren wir nicht nur einen engagierten Geschäftsführer, sondern auch einen verlässlichen Wegbegleiter unserer Innung“, betonte Matthias Rohde. „Über mehr als 10 Jahre hat er die Arbeit der Innung mit geprägt. Dafür danken wir ihm herzlich und wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute“, so Obermeister Rohde.

Im Anschluss an die zahlreichen Ehrungen folgte der Vortragsteil der Innungsversammlung: Vorgestellt wurde das zukunftsweisende Projekt ALINA des bbz, das eine KI-basierte Lernassistentin in den Fokus stellt. Diese soll Auszubildende nachhaltig unterstützen, individuell fördern, motivieren und ihnen Orientierung im Lernalltag bieten. Das Projekt stieß auf großes Interesse und zeigte, wie Tradition und moderne Technologie im Handwerk zusammenfinden können.

50 Jahre Meister: Elektro-Innung Iserlohn überreicht Goldenen Meisterbrief an Winfried Maiwurm

Gehörten zu den ersten Gratulanten: (v.l.) Jens Rodermund, Jürgen Vogel und Thomas Hölmer.

Ein halbes Jahrhundert im Dienst des Handwerks – das ist keine Selbstverständlichkeit: Im Rahmen des traditionellen vorweihnachtlichen Senioren- und Ehrenamtstreffens nutzte die Fachinnung für Elektrotechnik und Elektronik Iserlohn in diesem Jahr die feierliche Atmosphäre, um eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der langjährige Obermeister und heutige Ehrenobermeister der Innung, Winfried Maiwurm, der auf sein herausragendes berufliches und ehrenamtliches Lebenswerk zurückblicken kann.

Winfried Maiwurm erwarb am 1. August 1975 seinen Meisterbrief und feiert damit sein 50-jähriges Meisterjubiläum. Ein halbes Jahrhundert – geprägt von fachlicher Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Engagement – sowohl im eigenen Betrieb als auch im Dienst der Innung.

Den Goldenen Meisterbrief überreichte der amtierende Innungsobermeister Thomas Hölmer unter Beifall der zahlreich anwesenden Wegbegleiter, Kollegen und Freunde. In seiner Laudatio würdigte Hölmer insbesondere das unermüdliche ehrenamtliche Engagement seines direkten Amtsvorgängers. Winfried Maiwurm habe die Entwicklung der Innung über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und stehe ihr bis heute als geschätzter Ratgeber mit Erfahrung und Weitblick zur Seite.

Zu den ersten Gratulanten zählten der stellvertretende Innungsobermeister Jürgen Vogel sowie Innungsgeschäftsführer Jens Rodermund, die sich den Glückwünschen anschlossen.