Stolz auf das Erreichte: Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker feiern ihren Ausbildungsabschluss

Ein besonderer Moment, auf den sie lange hingearbeitet haben: Bei der Freisprechungsfeier der Innung für Rollladen und Sonnenschutz Westfalen erhielten 33 frischgebackene Mechatronikerinnen und Mechatroniker ihre Gesellenbriefe. Gemeinsam mit Familien, Lehrern und weiteren Gästen feierten sie im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildungszeit. Dabei wurde deutlich, was die jungen Fachkräfte auf ihrem Weg gelernt und geleistet haben – und wie wichtig Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft sind, sich immer wieder auf Neues einzulassen.

Obermeister Wolfgang Sölter begrüßte die Gäste und machte in seiner Ansprache Mut, Veränderungen aktiv anzugehen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz würden die Arbeitswelt verändern – umso wichtiger sei es, sich weiterzubilden und offen für neue Entwicklungen zu bleiben. „Niemand wird die Verantwortung für euren weiteren beruflichen Weg übernehmen – das könnt nur ihr selbst“, gab Sölter den jungen Fachkräften mit auf den Weg. Sie sollten sich etwas zutrauen und eigene Ideen entwickeln „Große Veränderungen entstehen aus vielen kleinen Schritten.“

Auch Uwe Wieselmann, Lehrer am Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen, an dem die jungen Erwachsenen den schulischen Teil ihrer Ausbildung absolvierten, gratulierte ihnen und erinnerte sie daran, dass sie mit ihrer Ausbildung eine wichtige Grundlage geschaffen hätten. „Jetzt liegt es an euch, etwas daraus zu machen.“ Gleichzeitig würdigte er ihre Ausdauer: Nicht alle, die ihre Ausbildung begonnen haben, hätten es bis zum Abschluss geschafft. Umso größer sei die Leistung derjenigen, die trotz Herausforderungen durchgehalten hätten.

Dass die Ausbildungszeit nicht nur von Arbeit und Lernen geprägt war, machten zwei Vertreter der Abschlussklasse deutlich: Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und vor allem der Zusammenhalt hätten den Jahrgang besonders gemacht. Ihr Dank galt allen, die sie auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben. „Wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben“, blickten sie auf ihre Ausbildungszeit zurück.

Eine besondere Ehrung erhielt Lucas Howard: Für das beste Fachgespräch bekam er den renommierten Hans-Stoffels-Preis, der vom Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz vergeben wird und mit einem Geldpreis dotiert ist.

Die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben:
Ben Walter Biederbeck (Strunk Bauelemente, Nachf. Hatebur und Rentmeier OHG, Datteln), John Paulo Ellano (Kaspers GmbH, Bergisch Gladbach), Tahirou Luis Franz (Zeuge Sonnenschutz GmbH, Lüdinghausen), Marcel Michele Heinzen (USK Bauelemente GmbH, Tönisvorst), Jeremy Hicks (Schnorrenberg Rollladenbau, Bad Honnef), Lucas Howard (Markisen Anton Stange, Inh. Christoph Howald, Bedburg-Hau), Nico Draaken (Rolladen Willibald Giesberts, Krefeld), Tom La Porte (Schmidt & Jahn Bauelemente GmbH, Ahrendburg), Alexander Linka (Elter Sonnen- und Wetterschutz GmbH, Niederkassel), Darko Loncar (Lameko GmbH, Coesfeld), Flora Opdenberg und Marvin Ralf Voges (Profilbau Scheil GmbH, Mettmann), David Atrott (Lütkenhaus GmbH & Co. KG, Münster), Justin Joel Dobbrick und Nick Effenberg (AKS Sonnenschutz UG, Essen), Sammy Drodten (W.A.S. Sonnenschutz Handels GmbH, Hennef), Patrik Ehm und Noah Ticali (Wigger Fenster + Fassaden GmbH, Solingen), Mika Fynn Friedrich (Guido Scheitz Bauelemente-Rollladenbau, Hude), Jannik Gerkensmeier (Herkenhoff GmbH, Osnabrück), Yasmany González Soto (Heuer & Co. Hausbau GmbH, Langenhagen), Tyler Hellwig (Schlosserei & Metallbau Wilfried Maack GmbH, Hamburg), Josuah Ray Klöpper (Sonnenschutztechnik Thesing GmbH & Co. KG, Coesfeld), Lenn Knackstedt (Villatrium Schmidt GmbH, Sickte), Oliver Krzikalla (Bröcking Fenster GmbH & Co. KG, Vreden), Julian Kühn (Mester GmbH & Co. KG, Bielefeld), Kevin Martens (Oelkers Fenstertechnik GmbH & Co. KG, Kamen), Taha Bayram Percin (Westerwalbesloh GmbH, Gütersloh), Alali Saman Saeed Ali (Hagemeier Meisterbetrieb, Wesseling), Max Stiehler (Stiehler FTS, Lützen), Aleksander Szumilas (Markisen Brink – Moll e.K., Bottrop), Maximilian Weigelt (TKS Bauelemente & Sonnenschutz GmbH, Korschenbroich) und Yusuf Sait Yildiz (Dürener Torbau GmbH & Co. KG, Düren).

Sie bauen die Wege von morgen: Straßenbauer erhalten ihre Gesellenbriefe

Mit der feierlichen Freisprechung im „Haus des Handwerks“ der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis in Iserlohn endete für die Absolventinnen und Absolventen der Straßenbauer-Innung Südwestfalen ihre Ausbildungszeit. Gemeinsam mit Familien, Ausbildern und Lehrkräften feierten sie ihren erfolgreichen Abschluss.

Karsten Stirnberg, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, gratulierte den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen und machte deutlich, dass ihnen nun viele berufliche Möglichkeiten offenstehen. Gleichzeitig appellierte er an sie, dem Handwerk treu zu bleiben: „Gut ausgebildete Fachkräfte werden dringend gebraucht – Ihre Zukunftschancen sind hervorragend.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Ich weiß gar nicht, wer sich mehr über die bestandene Prüfung freut – die Betriebe oder Sie selbst.“

Dass Straßenbauer weit mehr schaffen als Verkehrswege, betonte Berufsschullehrer Andreas Müller. Sie sorgten für Mobilität, Sicherheit und eine funktionierende Infrastruktur. „Sie schaffen Werte, die Jahrzehnte bestehen, und können später mit Stolz auf das blicken, was Sie mit Ihren eigenen Händen gebaut haben.“ Mit der bestandenen Ausbildung hätten die jungen Erwachsenen das „Starterkit“ für ihr Berufsleben erhalten.

Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, schloss sich dem an und unterstrich noch einmal die Bedeutung des Handwerks: „Hände schaffen Werte. Ohne das Handwerk werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht lösen.“ Gleichzeitig ermutigte er die Absolventen, neue Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz als Unterstützung für ihren Berufsalltag zu nutzen.

Im Anschluss überreichten Karsten Stirnberg und Andreas Müller die Gesellenbriefe und sprachen die Gesellinnen und Gesellen von ihren Ausbildungspflichten offiziell frei. Bei einem Buffet ließen die Gäste den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen und nutzten die Gelegenheit, auf den erfolgreichen Ausbildungsabschluss anzustoßen.

Zu den diesjährigen Absolventen gehören:
Marcel Demel und Mergim Xhekiqi (Tiefbau Falz GmbH & Co. KG, Meinerzhagen), Janik Frenz (Peter Homann Straßen- und Tiefbau KG, Nachrodt-Wiblingwerde), Qendrim Haziri und Niklas Wenniges (Stricker Infrastrukturbau GmbH & Co. KG, Dortmund), Phil Hein und Dawid Lamberski (Uli Biskoping Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG, Eslohe), Luca Stelzer (Friedel Tillmann Straßen- und Wegebau GmbH, Bestwig), Elias Breiting, Alexander Padberg, Aga Adula Duguma und Samrawit Solomon (Franz Trippe GmbH, Schmallenberg), Lewin Humme und Arbnor Iberhysaj (Gebr. Schmidt Bauunternehmen AG, Kirchen-Freusburg), Nico Krüger und Leon Marga (Ossenberg Aufbereitung, Straßen- und Tiefbau GmbH, Neuenrade), Noah Otte (Geueke Straßen-, Tief- & Landschaftsbau GmbH, Schmallenberg), Tom-Arne Steinert und Paul Kaiser (Hans Müller GmbH, Olsberg), Julian Varnhagen (Sebastian Tillmann Straßen- und Tiefbau GmbH, Meschede), Felix Willms und Arvid Willms (Wilhelm König und Söhne Straßen – und Tiefbau GmbH, Schmallenberg) und Sebastian Filip Zajonz (Hölcke Tiefbauunternehmung GmbH, Hemer), Christian Schroer, Julian Spickhoff und Florian Reiß (Krutmann GmbH & Co. KG, Menden).

Frischer Wind in der Mensa: Im Gespräch mit Paul Hermann

Die Mensa in der Handwerkerstraße hat Verstärkung bekommen: Seit dem 1. Juli verstärkt Paul Hermann als Koch das Team. Ob beim Mittagessen oder bei Veranstaltungen – der Iserlohner sorgt dafür, dass Mitarbeitende, Auszubildende und Gäste kulinarisch bestens versorgt werden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihm ein paar Fragen zu stellen und ihn etwas näher kennenzulernen.

KH: Wussten Sie schon immer, dass Sie Koch werden wollen?
Paul Hermann: Als ältestes Kind in meiner Familie habe ich schon früh häufig gekocht. Irgendwann dachte ich mir, dass ich den Beruf einfach einmal ausprobieren möchte. Während meiner Schulzeit habe ich dann ein Praktikum als Koch gemacht – und das hat mir so gut gefallen, dass ich anschließend auch die Ausbildung begonnen habe.  

KH: Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am meisten?
Paul Hermann: Ich koche einfach gerne und freue mich, wenn ich Menschen mit gutem Essen eine Freude machen kann. Außerdem nehme ich gerne Wünsche entgegen und versuche, sie umzusetzen. Das schönste Feedback ist für mich, wenn es allen geschmeckt hat.

KH: Worauf dürfen wir uns bei Ihrem Essen freuen?
Paul Hermann: Ich habe schon gehört, dass der Donnerstag hier traditionell Schnitzel-Tag ist – und den behalten wir natürlich gerne bei. Darüber hinaus möchte ich für Abwechslung sorgen und saisonale Gerichte anbieten. Bei Veranstaltungen wird es zum Beispiel Fingerfood-Buffets geben, im Sommer auch leichte und erfrischende Speisen wie Obstsalate. Ich bin immer offen für neue Ideen und Anregungen – sprechen Sie mich gerne an!

KH: Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Paul Hermann: Besonders gerne esse ich Pelmeni – traditionelle russische Teigtaschen aus Nudelteig mit einer herzhaften Fleischfüllung. Außerdem mag ich Manti. Das sind ebenfalls gefüllte Teigtaschen, die je nach Rezept unter anderem mit Hackfleisch, Zwiebeln, Knoblauch oder Kartoffeln zubereitet werden.

Projekt ALINA – Aktueller Entwicklungsstand

Das Projekt ALINA (Adaptiver Lernassistent für intelligente Nachwuchsausbildung) entwickelt sich kontinuierlich weiter zu einer umfassenden digitalen Lern- und Unterstützungsplattform für die überbetriebliche Ausbildung. Ziel ist es, Auszubildende, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie die Verwaltung durch intelligente KI-Funktionen zu unterstützen und gleichzeitig den Ausbildungsalltag zu vereinfachen.

Während in der bisherigen Entwicklungsphase vor allem die strukturierte Aufbereitung der Ausbildungsinhalte im Mittelpunkt stand, wurde der Funktionsumfang inzwischen deutlich erweitert: ALINA entwickelt sich zunehmend von einer reinen Wissensdatenbank zu einem interaktiven Lern- und Assistenzsystem. Eine wesentliche Neuerung betrifft die Verarbeitung von Ausbildungsunterlagen: Mussten Informationen bisher aufwendig für ALINA aufbereitet werden, entfällt dieser Schritt mittlerweile nahezu vollständig.

ALINA kann nun nahezu alle gängigen Dateiformate direkt verarbeiten. Vorhandene Lehrgangsmaterialien, Präsentationen, PDF- und Office-Dateien sowie weitere Dokumententypen lassen sich ohne Umschweife hochladen und für ALINA nutzen. Dies reduziert den Arbeitsaufwand erheblich und beschleunigt die Bereitstellung neuer sowie die Aktualisierung bestehender Lerninhalte.
Auszubildende können sich mit den bereitgestellten Informationen Lernkarten und Testfragen sowie Podcasts generieren lassen und sich so auf die Gesellenprüfung vorbereiten.
Wichtige Fachbegriffe lassen sich im integrierten Sprachtraining üben sowie bei Bedarf in die Muttersprache übersetzen oder in einfacher Sprache erläutern. Dadurch werden sowohl das fachliche Verständnis als auch der Erwerb der deutschen Fachsprache unterstützt.

Durch die Kombination aus intelligentem Chat, automatischer Dokumentenverarbeitung, Glossar, Lernkarten und Testfragengenerierung entsteht ein flexibles System, das sowohl Auszubildende als auch Ausbildende im täglichen Ausbildungsprozess unterstützt.

Ziel der kontinuierlichen Weiterentwicklung ist es, Lernen individueller, effizienter und praxisnäher zu gestalten und gleichzeitig den organisatorischen Aufwand für Ausbildungseinrichtungen nachhaltig zu reduzieren.

Das Projekt „ALINA“ wird gefördert im Rahmen der Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „INex-ÜBA“ wird durchgeführt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Das richtige Rezept für eine erfolgreiche Zukunft: Nachwuchsfachkräfte der Bäcker-Innung Märkischer Kreis freigesprochen

Ein besonderer Tag für den Nachwuchs des Bäckerhandwerks: Im „Haus des Handwerks“ in Iserlohn feierten die Absolventinnen und Absolventen der Bäcker-Innung Märkischer Kreis gemeinsam mit ihren Familien sowie Ausbilderinnen und Ausbildern den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.

Obermeister Karl-Jörg Voss begrüßte die Gäste und gratulierte den frischgebackenen Fachverkäuferinnen und Fachverkäufern zu ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss.
Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK, ermutigte die Nachwuchsfachkräfte in seiner Rede, ihre Ausbildung als solides Fundament für ihren weiteren Berufsweg zu nutzen und offen für neue Herausforderungen zu bleiben. Dabei ging er auch auf die Chancen ein, die Künstliche Intelligenz dem Bäckerhandwerk bietet. „Nutzen Sie die Möglichkeiten neuer Technologien – aber vergessen Sie nie: KI kann vieles, doch schmecken, riechen und handwerkliches Gespür kann sie nicht ersetzen“, so Markus Märtens.

Mit Leon Kirchner stellt die Bäcker-Innung Märkischer Kreis aktuell außerdem den rheinisch-westfälischen Brotkönig – ein Erfolg, auf den die Innung besonders stolz ist. Für Markus Märtens ist das zugleich ein starkes Signal an den Bäcker-Nachwuchs: Wer sich engagiert, Herausforderungen annimmt und über den Tellerrand hinausblickt, könne im Handwerk viel erreichen.

Im Anschluss überreichten Karl-Jörg Voss und Brotkönig Leon Kirchner gemeinsam mit den Prüfungsausschussmitgliedern Kirsten Reininghaus und Julia Thunecke, (Goldbäckerei Grote, Balve) die Zeugnisse und Abschlussbriefe an die Absolventinnen und Absolventen. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Gäste den Nachmittag anschließend gemeinsam ausklingen und nutzten die Gelegenheit, auf den erfolgreichen Ausbildungsabschluss anzustoßen.

Sie haben ihre Ausbildung zur/zum Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk abgeschlossen:
Fadimana Demirhindi, Patricia Hallmann und Joel Niklas Kroschke (Goldbäckerei Grote GmbH & Co. KG, Balve), Kiara Cheyenne Pietsch (Landbäckerei Sommer GmbH, Iserlohn), Valerie Prüschenk (Bäckerei und Café Gießelmann, Bergneustadt), Alexander Samarin und Leonie-Sophie Trillmich (Bäckerei Hesse KG, Meinerzhagen) und Verena Schwantge.

Zeigen, wie schön das Handwerk ist! Schulung für Ausbildungsbotschafter bei der Kreishandwerkerschaft MK in Iserlohn

Handwerksazubis, die in Schulen authentisch von ihrer Ausbildung berichten – und teils sogar praktische Übungen aus ihrem Gewerk mitbringen: Das sind die  Ausbildungsbotschafter. Zehn neue Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter wurden mit einer Schulung bei der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis in Iserlohn auf ihren Einsatz vorbereitet. Durch die professionelle Schulung verbessern die Auszubildenden ihre Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten, lernen mit Jugendlichen umzugehen und sie für ihren Beruf zu begeistern.

„Die Ausbildungsbotschafter-Schulung in Iserlohn war ein voller Erfolg: Zehn Azubis aus unterschiedlichsten Gewerken können ab sofort einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung in ihrem Handwerk leisten. Sie zeigen, wie schön das Handwerk ist“, freut sich Aileen Thiele-Willner aus dem Team Fachkräftesicherung der Handwerkskammer Südwestfalen.

Auch die Unternehmen der Ausbildungsbotschafter ziehen einen Nutzen daraus: Durch die Präsenz des „betriebseigenen“ Botschafters steigt der Bekanntheitsgrad des Betriebes. „In Zeiten des Fachkräftemangels muss man kreativ werden, um junge Menschen zu erreichen und ihnen die Vielfalt des Handwerks aufzuzeigen“, ergänzt Jens Rodermund, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis. „Mit ihrem Engagement leisten die Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.“

Azubis von folgenden Betrieben waren bei der Ausbildungsbotschafter-Schulung in Iserlohn dabei:

  • Konditorei und Café Spetsmann GmbH
  • Baumeister Elektrotechnik
  • Breer Gebäudedienste GmbH
  • Jürgens GmbH
  • Borau Dach GmbH

Betriebe, die ihre Auszubildenden zu Ausbildungsbotschafterinnen oder -botschaftern schulen lassen möchten, können sich jederzeit bei Aileen Thiele-Willner aus dem Team Fachkräftesicherung melden.

Aileen Thiele-Willner
Team Fachkräftesicherung
Brückenplatz 1
59821 Arnsberg
Tel. 02931/877 332
aileen.thiele-willner@hwk-swf.de

„Ihr baut die Welt, in der sich Menschen wohlfühlen!“ – Tischler-Innung Märkische Region spricht Auszubildende frei

Strahlender Sonnenschein, hochsommerliche 35 Grad und beste Stimmung: In den Städtischen Museen der Stadt Lüdenscheid hat die Tischler-Innung Märkische Region am vergangenen Wochenende ihre Auszubildenden feierlich freigesprochen. Weit mehr als 100 Gäste waren vor Ort, um gemeinsam diesen besonderen Meilenstein zu feiern.

Obermeister Johannes Wortmann hieß die Besucher herzlich Willkommen. In seiner Ansprache widmete er sich dem Thema Künstliche Intelligenz. Er wies darauf hin, KI könne heute Entwürfe erstellen oder ein Holzlager organisieren – sie verstehe jedoch keine individuellen Kundenwünsche, rieche kein Holz und baue auch kein Fenster ein. KI sei ein modernes Werkzeug, den Werkzeugführer ersetze sie jedoch nicht. Mit den Worten „Ihr baut die Welt, in der sich Menschen wohlfühlen!“ unterstrich Wortmann die besondere Bedeutung des Tischlerhandwerks.

Als Festredner gratulierte auch Landtagsabgeordneter Gordan Dudas den Absolventinnen und Absolventen und sprach ihnen großen Respekt für ihr handwerkliches Können aus. Aus eigener Erfahrung wisse er zwar, wie man Möbel verkauft – bauen könne er sie jedoch nicht. Gerade deshalb schätze er die Kreativität, das handwerkliche Geschick sowie die Fähigkeit der jungen Tischlerinnen und Tischler, Lösungen zu finden. Für ihren weiteren Berufsweg gab er ihnen mit, neugierig zu bleiben, Herausforderungen anzunehmen und auch aus Fehlern zu lernen. Entscheidend sei, an die eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Auch Markus Märtens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK, ermutigte die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen, an Neuem interessiert zu bleiben und sich neuen Aufgaben zu stellen. Die Ausbildung habe ein solides Fundament geschaffen, auf dem sie nun ihre berufliche Zukunft aufbauen könnten. „Das Handwerk hat Zukunft – und Sie haben die besten Voraussetzungen, diese Zukunft mitzugestalten.“ Mit Blick auf den Wettbewerb „Die gute Form“ lobte er die außergewöhnlich hohe Qualität der eingereichten Gesellenstücke. Der Jury sei die Entscheidung alles andere als leichtgefallen – ein Beleg dafür, wie viel Kreativität und handwerkliches Können der Tischlernachwuchs mitbringe.

Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock, Innungsgeschäftsführer Jens Rodermund, Matthias Lohmann, Schulleiter des Berufskollegs für Technik Lüdenscheid, sowie der stellvertretende Obermeister Arne Woesner schlossen sich den Glückwünschen an und wünschten den jungen Erwachsenen einen erfolgreichen Start in ihr Berufsleben.

Für einen besonderen Moment sorgten anschließend zwei der Absolventinnen, die stellvertretend für ihren Jahrgang das Wort ergriffen. In ihrer Rede blickten sie auf die Ausbildungszeit zurück und spannten dabei den Bogen vom „rohen Holz voller Äste“ zu Beginn bis zum fertigen Werkstück am Ende der Ausbildung und verdeutlichten damit, wie sehr sie sich in den vergangenen Jahren fachlich und persönlich weiterentwickelt haben.
Mit viel Wertschätzung bedankten sie sich bei ihren Betrieben, Ausbildern und Lehrkräften und würdigten jede Absolventin und jeden Absolventen mit einer persönlichen Bemerkung.
Im Anschluss daran durften sie ihre Zeugnisse und die Gesellenbriefe entgegennehmen und wurden von ihren Ausbildungspflichten offiziell freigesprochen.

Den feierlichen Abschluss bildete die Ehrung der besten Gesellenstücke im Gestaltungswettbewerb „Die gute Form 2026“, die durch ihre herausragende Idee, Gestaltung, Funktionalität und handwerkliche Ausführung herausstachen. Den ersten Platz belegte dabei Antonia Vorbrüggen (Möbelwerkstatt Scholz GmbH & Co. KG, Lüdenscheid), deren kreative und handwerklich saubere Ausführung eines Nachttischs bei der Jury aufgrund der weichen Form und farblichen Gestaltung viel Lob und Anerkennung fand.

Über einen von zwei zweiten Plätzen durfte sich Paul Henneberg (Tobias Genrich Tischlerei, Hagen) freuen, dessen Materialauswahl und markante Linienführung den Schreibtisch zu einem funktionalen und gelungenen Möbelstück werden lassen.

Auch Adrian Kruses (Pierenkemper & Co. GmbH, Halver) Schrank beeindruckte die Jury mit seinen verschiedenen Naturmaterialien, die ein stimmiges Gesamtkonzept ergeben, und sicherte ihm so ebenfalls den 2. Platz.

Den dritten Platz belegte Lasse Dominicus (Tischlerei Garthe GmbH, Wetter): Sein Gesellenstück interpretiert einen klassischen Buffet-Schrank neu und überzeugte die Jury mit einer konsequenten Formgebung, durchdachten Stauraumlösungen und einer beleuchteten Glasvitrine, die den Schrank gekonnt in Szene setzt.

Die Ausbildung abgeschlossen haben:
Luis Alstadt (A. Peters GmbH & Co. KG Tischlerei, Neuenrade-Affeln), Jill Josefine Marie Bleicker (H. Borgmeier GmbH & Co. KG, Hagen), Moritz Bock (Tischlerei Bernd Krüger, Hagen), Noah Bolinius (Holz Manufaktur Hoffrecht, Werdohl), Steffen Brzoska, Jannis Butzek (Brükkenkamp GmbH, Iserlohn), Lasse Dominicus (Tischlerei Garthe, Wetter), Hamza Durakovic (Knoeppel GmbH, Hagen), Alexander Ferreira (Dennis Feldin und Janis Speck GbR, Wetter), Linda Falkenroth (passgenau GmbH, Hagen), Marius Fleing (Carsten Schmidt GmbH, Altena), Tim Lucas Glaser (Tischlerei Udo und Dirk Schmale GbR, Kierspe), Paul Henneberg (Tobias Genrich Tischlerei, Hagen), Julian Kaemper (Tischlermeister Perlowski, Hemer), Adrian Kruse (Pierenkemper & Co. GmbH, Halver), Jennifer Leib, Marlon Schrage und  Clara Wicker (KammTec GmbH, Meinerzhagen), Caspar-Waldemar Nothjunge (Tischlerei Korthaus Inh. Kai Windhöfel, Breckerfeld),  Sophia Schmücker (Schreinerei Trippe Inh. Dennis Gaitzsch e.K., Menden), Iven Schuster (Tischlerei Bernd Gimbel, Hagen), Vinzent Schwingel (Tischlerei Peter Ernst, Hagen), Nicklas Timpert (Böllert & Wuttke GmbH, Hagen), Antonia Vorbrüggen (Möbelwerkstatt Scholz GmbH & Co. KG, Lüdenscheid) und Fynn Wissemann (Tischlerei Siemer/Kuster GmbH, Hagen).