Gemeinsam für eine starke Region – Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Märkischen Kreises stellen sich vor

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Am 01. November haben die neuen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden des Märkischen Kreises ihre Ämter angetreten. Mit ihrem Amtsantritt eröffnen sich neue Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten für die Entwicklung der jeweiligen Kommune.
Auch das Handwerk spielt seit jeher eine wichtige Rolle in den Städten und Gemeinden: Als Arbeitgeber, als Ausbilder, als Innovationstreiber und als unverzichtbarer Bestandteil regionaler Wertschöpfung. Ob Bau, Ausbau, Energie, Mobilität oder Versorgung – viele der großen und kleinen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur mit einem starken, gut aufgestellten Handwerk bewältigen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Handwerksbetrieben ist dabei ein entscheidender Faktor für lebenswerte Orte und nachhaltige Entwicklung im Märkischen Kreis.
In dieser Ausgabe von Faszination Handwerk stellen wir Ihnen einige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden im Märkischen Kreis vor. Neben persönlichen Angaben haben sie auch Stellung zu zwei Fragen rund um Bedeutung, Chancen und Zukunft des Handwerks in ihrer Kommune genommen. Ihre Antworten zeigen, wie eng die Aufgaben der Kommunalpolitik mit der Leistungsfähigkeit des regionalen Handwerks verbunden sind – heute und in den kommenden Jahren.

 

Meinerzhagen
Name: Jan Nesselrath, Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen
Beruf: Volljurist; seit 2014 Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Unsere Handwerksbetriebe sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Wirtschaftsstandorts, denn dessen Erfolg und Wachstum basieren auf einer breiten Aufstellung über verschiedene Branchen hinweg. Dabei macht auch die Mischung aus Traditions- und jungen Betrieben viel aus, die Erfahrung und neue Ideen, Wachstum und damit Erfolg für unsere Wirtschaft insgesamt einbringen. Für die Menschen in unserer Stadt sind konkrete Ansprechpartner vor Ort genauso wesentlich: Das heimische Handwerk steht für Vertrauen, Kompetenz und oft langjährige persönliche Kundenbeziehungen. Ein starkes Handwerk und Unternehmergeist gehören zum Stadtleben also untrennbar dazu.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Das örtliche Handwerk ist für uns als Stadtverwaltung ein wichtiger Partner und wir arbeiten in vielen Bereichen eng mit hiesigen Betrieben zusammen: Wir wissen, was wir an ihnen haben. Gleichzeitig stehen wir in regelmäßigem Austausch, um gemeinsam Impulse für unsere heimische Wirtschaft insgesamt und unsere Stadtgesellschaft zu setzen. Denn oft geht das Selbstverständnis des hier verwurzelten Handwerks über den rein betrieblichen Erfolg aus und so übernehmen wir an vielen Stellen gemeinsam die Verantwortung für die Entwicklung und das Leben in unserer Stadt.“

 

Balve
Name: Hubertus Mühling
Beruf: Dipl.-Ing. Kommunal- und Umwelttechnik; seit 2004 Bürgermeister der Stadt Balve
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Das Handwerk ist eine der tragenden Säulen in der Stadt Balve.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Balve und dem örtlichen Handwerk ist in Balve sehr ausgeprägt und von gegenseitigem Respekt geleitet.“

 

 

Menden
Name: Manuela Schmidt
Beruf: Volljuristin
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Das Handwerk ist eine der stärksten und wichtigsten Säulen der Mendener Wirtschaft. Als Kommune profitieren wir vom Handwerk durch lokale Aufträge und Infrastruktur. Für mich als Bürgermeisterin gestaltet sich die Beziehung unserer Kommune zum Handwerk partnerschaftlich und auf Augenhöhe.“

Welche Möglichkeiten/ Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Das Handwerk ist ein traditionell eng mit der Stadt verbundener Wirtschaftsbereich und ein wichtiger Akteur in der Stadtentwicklung. Als Bürgermeisterin werde ich wieder einen Stadtentwicklungskreis ins Leben rufen, der Wirtschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch holt. Hier werden selbstverständlich auch die Themen des Handwerks auf die Agenda kommen. Ich werde dies hiesigen Handwerksbetriebe besuchen, denn nur vor Ort in den Unternehmen, im direkten Austausch verschaffe ich mir als Bürgermeisterin ein realistisches Lagebild über die aktuelle Situation unserer Handwerksbetriebe.“

 

 

Hemer
Name: Christian Schweitzer
Beruf: Diplom-Verwaltungsbetriebswirt, Wirtschaftsjurist; seit 2020 Bürgermeister der Stadt Hemer
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes Handwerk ist für die Stadt Hemer essenziell, da es Traditionen bewahrt, die regionale Wirtschaft stärkt, lokale Arbeitsplätze schafft und die Menschen mit unerlässlichen Gütern und Dienstleistungen versorgt. Ohne ein starkes Handwerk verlieren unsere Städte erheblich an Lebensqualität.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Auch zukünftig werden wir eng mit dem örtlichen Handwerk zusammenarbeiten. Aufträge werden durch die Vergabeerleichterungen des Landes demnächst noch stärker in der Region gebunden und gemeinsame Projekte können das Handwerk sichtbarer und attraktiver für junge Menschen machen.“

 

 

Altena
Name: Guido Thal
Beruf: Diplom Verwaltungswirt (FH)
Parteizugehörigkeit: CDU

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Das Handwerk spielt in unserer Stadt eine wichtige Rolle. Unsere Handwerksbetriebe sind zuverlässige Arbeitgeber vor Ort. Sie schaffen Ausbildungsplätze und halten Arbeitskräfte in der Region. Wir leben wirtschaftlich stark vom lokalen Handwerk.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Handwerk ist enger als man denkt.  Wir arbeiten sowohl formell als auch informell zusammen, bei der Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Ausbildung und Fachkräftesicherung, bei Auftragsvergaben und Bauprojekten sowie Veranstaltungen oder bei Krisen- und Notfallhilfen.“

 

 

Nachrodt-Wiblingwerde
Name: Birgit Tupat
Beruf: Verwaltungsfachwirtin; seit 2012 Bürgermeisterin der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist ein starkes und erfolgreiches Handwerk in der Stadt?
„Ein starkes und erfolgreiches Handwerk ist wichtig, weil es die regionale Wirtschaft trägt, Arbeitsplätze schafft und gesellschaftliche Stabilität fördert. Außerdem sorgt es für qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte, die unser tägliches Leben zuverlässig funktionieren lassen.“

Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen wir?
„Es ist wichtig, das örtliche Handwerk in die Bauvorhaben mit einzubeziehen. Durch die gesetzlichen Erleichterungen bei den Vergaben besteht gerade für die ortsansässigen Handwerker hier eine große Chance.“

 

 

Iserlohn
Name: Michael Joithe
Beruf: 25 Jahre Unternehmer in Iserlohn: Handelsunternehmen für Gabelstaplerersatzteile mit (handwerklichem) Montageanteil; seit 2020 Bürgermeister der Stadt Iserlohn
Parteizugehörigkeit: lokale Wählergemeinschaft DieISERLOHNER

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes erfolgreiches Handwerk ist das Rückgrat unseres Wirtschaftens. Ohne Handwerk im klassischen Sinne fehlen die Strukturen zum Erhalt unserer Infrastruktur, sowohl im kommunalen Bereich, als auch bei Unternehmen und Privatleuten.

Welche Möglichkeiten/ Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Wir arbeiten schon heute eng und gut mit dem lokalen Handwerk zusammen, z.B. bei Rahmenverträgen für Reparaturen in und an kommunalen Gebäuden. Daran werden wir selbstverständlich festhalten.

 

 

Herscheid
Name: Uwe Schmalenbach
Beruf: Diplom-Verwaltungswirt
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Ein starkes und erfolgreiches Handwerk ist für mich von großer Bedeutung, denn es ist eine tragende Säule unseres Wirtschaftslebens. Das Handwerk schafft wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze und ist fest mit dem Ort verankert. Viele Handwerkerinnen und Handwerker engagieren sich in Herscheid darüber hinaus ehrenamtlich, z. B. in der Feuerwehr, in Vereinen und Verbänden und tragen so zu einer attraktiven und lebendigen Gemeinde bei.“

Welche Möglichkeiten/Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Ohne das Handwerk liefe bei uns nichts. Mir liegt daher viel daran, das Handwerk in Herscheid zu unterstützen und gute Rahmenbedingungen zu bieten. So werden wir insbesondere alle Möglichkeiten der neuen Vergabeerleichterungen nutzen, um noch stärken die örtlichen und regionalen Betriebe bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. Auch bei Planungsvorhaben binden wir die Betriebe nach Möglichkeit frühzeitig ein.“

 

 

Plettenberg
Name: Ralf Beßler
Beruf: Immobilienmakler und Gesellschafter „R.B. Makler GmbH“ (ehem. Geschäftsführer)
Parteizugehörigkeit: Parteilos

Wie wichtig ist Ihnen ein starkes und erfolgreiches Handwerk in Ihrer Stadt?
„Während meiner früheren Tätigkeit als Immobilienmakler habe ich hautnah erleben dürfen, wie wichtig das Handwerk für unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist. Das Handwerk bildet facettenreich aus und fort, fördert die Ausgebildeten samt deren Kreativität weiter und eröffnet vielen Menschen auf diese Art wichtige Perspektiven. Wer anpacken will, wird Erfolg haben. Zudem ist das Handwerk der Antrieb, das Schwungrad der Wirtschaft, lokal und überregional die Basis des Fortschritts, denn: Ohne das Handwerk läuft einfach nichts!“

Welche Möglichkeiten / Perspektiven der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk sehen Sie?
„Bei den Projekten einer Stadtverwaltung müssen natürlich Gesetze, Regularien und Vorgaben eingehalten werden und es bietet sich nicht immer die Möglichkeit, nach einem Vergabeverfahren auch lokale Handwerksbetriebe beteiligen zu können. Doch ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass wir das Handwerk vor Ort so oft es nur geht nutzen und damit nachhaltig unterstützen.“